...Da aber das Gesendete, insbesondere dann, wenn es zwischen den Wörtern versteckt ist, nicht „schreit“, sondern flüstert, bedarf es der Stille, damit es gehört werden kann. Aus diesem Grund fordere ich dich auf, so an dieses Buch heranzutreten, als würdest du ein ruhiges, dunkles Zimmer betreten, fern vom Tumult der Welt, ohne die üblichen Alltagssorgen, gewillt, dem zu lauschen, was es durchweht.
...Der Zerfall und das Ende der Illusionen, die wir in uns tragen, werden als Tod erlebt. Aus diesem Grund sind die Widerstände enorm und natürlich unbewusst, folglich von einem Menschen, der „sich selbst sucht“, unmöglich als solche zu erkennen.
Es liegt also auf der Hand, dass weder ich noch sonst jemand eine solche Mission allein bewältigen kann. Keiner möchte auf die Dinge verzichten, die seinem sinnlosen Leben wenigstens einen vorgetäuschten Sinn verleihen.
...Da bedarf es eines verliebten Teufels, der einen inspiriert und das Feuer in einem entfacht, nicht jedoch das Höllenfeuer, sondern das Feuer des Eros. Ich wünsche dir also, dass du deinen besonderen verliebten Teufel finden kannst, wenn du es tatsächlich wünschst, sodass er den nötigen Antrieb geben und dich auf deinem eigenen Weg führen kann, und so den sonst vorgezeichneten Kurs ändert. Aber beeil dich nicht, selbst einen Teufel auszuwählen, das kannst du nämlich gar nicht. Kein Suchender kann allein seinen Teufel finden, es geschieht andersrum, der Teufel wählt den Suchenden aus, auch wenn Letzterer keine Ahnung davon hat...
Οπισθόφυλλο
Der Autor
Salvo Mouzakitis ist Rechtsanwalt auf Korfu. Er wurde in Athen geboren und zog dann in seiner Kindheit aufgrund der beruflichen Versetzungen seiner Eltern mehrmals in verschiedene Städte um, verbrachte aber seine Schuljahre in Patras, von wo aus er nach Athen ging, um Rechtswissenschaften zu studieren. Geprägt von den allgemein anerkannten Werten der Gesellschaft und insbesondere von einer Familie, welche ein echter Träger der modernen griechischen Kultur war - seine Eltern hatten beide klassische Studien -, war er schon früh mit der offensichtlichen Tatsache beschäftigt, dass „richtig und falsch“ von menschlichen Gesellschaften abhängig von Ort und Zeit sehr unterschiedlich interpretiert wird.
Dies führte ihn von frühester Jugend an erneut dazu, die Autorität der vorherrschenden sozialen Moral in Frage zu stellen, sodass er von einigen als „revolutionär“ charakterisiert wurde, und Mythen, Symbole, Texte, Sitten und Bräuche anderer zeitlich oder örtlich naher oder ferner Traditionen zu studieren und sein Urteil über „richtig und falsch“ und „gut und böse“ zu relativieren. Trotzdem wurde er weiterhin von seiner Erziehung und ihren Stereotypen in einer Weise bestimmt, die er nicht bewusst verstand.
Nach einer Weile und durch den Umgang mit bemerkenswerten Menschen, die seinen Weg durchs Leben kreuzten, kam er empirisch zu dem Schluss, dass wenn es Gut und Böse oder Richtig und Falsch gibt, es auf eine andere, innere Weise existiert, wo nichts notwendigerweise so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint, sondern wo alles durch die Art zu handeln oder, anders gesagt, durch den inneren Zustand des handelnden Subjekts und nicht durch die Handlung selbst bestimmt wird.